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Warum es so schwer ist, im Sommer zu laufen

Training im Sommer ist nicht leicht. Während die Temperaturen in die Höhe schießen, die Sonne unbarmherzig brennt und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, scheint es fast unmöglich zu sein, intensiv zu trainieren.

Darum ist Laufen bei der Hitze im Sommer so anstrengend.

 

Sonne, Hitze, Schweiß: Training im Sommer nervt einfach.

Bei solchen Bedingungen fühlen sich schon Tempotraining oder ein langer Lauf unglaublich hart an. Wie sieht es da erst in einem Wettkampf aus? Ein Freund von mir beharrt unter solchen Bedingungen stets auf eine alte Weisheit: „In the heat, I don’t compete!“

 

Auch wenn Du einfach nur leicht oder moderat laufen gehst und das harte Training überspringst, willst Du Dich dabei natürlich gut fühlen. Aber ist das bei den heißen Temperaturen im Sommer überhaupt möglich (geschweige denn, gesund)?
Der Punkt ist der, dass Dein Training im Sommer gut durchdacht sein muss. Du brauchst das richtige Timing, eine angemessene Ausrüstung und das Wissen, warum das Training im Sommer so verdammt hart ist.
Und das ist es! Selbst erfahrene Läufer hassen es mitunter regelrecht, wenn sie laufen müssen, während die Temperaturen ins Unermessliche steigen. Anstatt hier aber lang breit darüber zu jammern, wie nervig das Training im Sommer ist, möchte ich mich in den den nächsten Artikeln damit auseinandersetzen, wie wir das Beste aus der Situation machen und über die heißen Monate sogar noch schneller werden, als wir es vorher waren.

Warum ist es so schwer, bei Hitze zu laufen?

In Christopher McDougall’s großartigem Buch „Born to Run“ lernen wir, dass Menschen erstaunliche Ausdauertiere sind. Und das hat eine Menge Gründe:

  • Eine riesige Achillessehne, die beim Laufen eine signifikante Energierückkehr erzeugt
  • Ein (überwiegend) haarloser Körper und stark entwickeltes Schweißsystem
  • Große Hintern! Ernsthaft: nach Harvard-Professor Daniel Lieberman sind unsere Gesäßmuskeln „laufende Muskeln“
  • Eine Wirbelsäule vom Kopf bis zu den Beinen, die verhindert, dass unser Kopf beim Laufen auf und ab springt

Kannst Du Dir vorstellen, welche menschliche Körperfunktion uns beim Laufen im Sommer besonders beeinflusst? – Es ist unsere Fähigkeit, zu schwitzen. 

Schwitzen hilft uns, im Sommer einen kühlen Kopf zu behalten

Schweiß hilft uns abzukühlen, weil unser Schweiß von der Haut verdunstet und dabei Wärme abtransportiert. Aber wenn die Feuchtigkeit steigt, reduziert sie zugleich die Verdunstungsrate Deines Körpers, weil es schon so viel Wasser in der Luft gibt. Bald fühlen Du Dich überhitzt und musst langsamer werden.
Dabei verdunstet die trockene Luft Schweiß von deinem Körper fast so schnell, wie du es produzierst. Das führt dazu, dass du viel schneller dehydriert werden kannst. Wenn Du einen Lauf etwas dehydriert startest oder lange ohne Flüssigkeiten läufst, wird Deine Leistung deutlich abnehmen (und Du fühlst Dich einfach schrecklich schwach).
Wenn Du während eines Laufes immer mehr dehydrierst, muss Dein Herz härter arbeiten, um Blut zu pumpen. Das liegt daran unter anderem, dass es dicker wird, weil ihm Flüssigkeit fehlt. Das heißt Herzdrift: Deine Herzfrequenz steigt mit der Dauer Deines Laufes, auch wenn die Intensität gleich bleibt.

Dehydration ist der größte Feind des Läufers!

Daneben dürfen wir natürlich auch die Hitze und die Sonne nicht vergessen, die beide Deine Kernkörpertemperatur erhöhen. Sobald du anfängst, zu warm zu werden, wird das Laufen viel schwieriger. Deine „Rate of Perceived Exertion“ (RPE) wird sich sogar erhöhen, wenn Du ein Tempo läufst, das normalerweise sehr gemütlich für Dich ist.
Schließlich führt eine geringere Verdunstung des Schweißes bei hoher Luftfeuchtigkeit dazu, dass sich deine Körpertemperatur erhöht. Die Folge: Du musst langsamer laufen, um das gleiche Maß an Anstrengung aufrecht zu erhalten.
Tja, so sehen sie aus, die unschönen Realitäten des Sommertrainings. Im nächsten Artikel werde ich an dieser Stelle einsetzen und darüber sprechen, wie Du der sommerlichen Hitze ein Schnippchen schlägt und trotz widriger Bedingungen das meiste aus Deinem Training herausholst.



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